Die Preisträger

Bei Gründung der Stiftung Ende 2011 wurde beschlossen, junge europäische Streichquartette durch Wettbewerbe mit anschliessender Vergabe von Preisen zu fördern.

Die Wettbewerbsjahre: 2012, 2014, 2016

 


2012

Der erste Wettbewerb fand am 27. Oktober 2012 im Schöneberger Rathaus und zwar im historischen Kennedysaal statt. Sieben Quartette waren der Einladung nach Berlin gefolgt.
Die Jury bestand aus Professor Wolfgang Böttcher, Cello, Professor Volker Jacobsen, Viola, und Professor Oliver Wille,Violine. Dem auf das Vorspiel folgenden Gespräch mit der Jury wird grosse Bedeutung beigemessen, was sich auf das Ergebnis auswirken kann.

Der erste Preis wurde dem polnischen Meccore Quartet zugesprochen; der zweite Preis ging an das deutsche Armida Quartett, und den dritten Preis erspielte sich das deutsche Schumann Quartett.

Es ist sehr erfreulich festzustellen, dass alle Preisträger sich grossartig entwickelt haben und unsere Erwarterungen vollauf erfüllen.
Das Meccore Quartet hat inzwischen sein eigenes Quartettfestival in Posen gegründet. Die Rezeption seiner ertsten CD war sehr positiv. Vor allem sind sie von einer amerikanischen Konzertagentur unter Vertrag genommen worden und haben inzwischen bereits ihre 2. USA-Tournee absolviert.

Das Armida Quartett hat einen begehrten deutschen Schallplattenpreis gewonnen und gastiert erfolgreich im In- und Ausland. In der kommenden Saison wird das Ensemble als "rising star" quasi als Boschafter in vielen bedeutenden Konzertsälen auftreten, die der Organisation ECHO (European Concert Hall Organization) angeschlossen sind.

Das Schumann Quartett gewann 2013 den internationalen Quartettbewewerb von Bordeaux 2013. 2014 ist es mit dem grossen Kammermusikpreis der Jürgen Ponto Stiftung ausgezeichnet worden, der aller zwei Jahre an Quartette des deutschen Sprachraums vergeben wird. Der Wechsel an der Viola Anfang 2012 hat sich sehr positiv ausgewirkt, und das Quartett erfreut ich einer regen Konzerttätigkteit.

Ein Quartett, das bei uns weder 2012 noch 2014 einen Preis erworben hatte, das slovakische Mucha Quartett, gewann 2014 den zweiten Preis und den Publikumspreis beim Premio Borciani, dem internationalen Quartettbewerb in Reggio Emilia bei Bologna.

Impressionen vom Wettbewerb im November 2012

 


2014

Der zweite Wettbewerb fand am 15. November 2014 vor einer unerwartet grossen Besucherzahl im kleinen Sendesaal des rbb in Berlin statt. Wieder fanden sich sieben Quartette zum Vorspiel ein.

Diesmal hatten sich Viviane Hagner, Violine, Professor Stefan Fehlandt, Viola, und Michael Haknazaryan, Cello, als Juroren zur Verfügung gestellt.

Den ersten Preis, d.h. das Jahresstipendium in Höhe von 12.000 €, erhielt das französische Noga Quartet, den zweiten Preis (6.000 €) gewann das Meccore Quartet, und den dritten Preis (4.000 €) konnte sich das Quartet BerlinTokyo erspielen.

Auch diese Sieger können inzwischen grosse Erfolge vorweisen.
So hat das Noga Quartet beim grossen internationalen Kammermusikwettbewerb in Melbourne den ersten Preis und den Publikumspreis gewonnen und Anfang dieses Jahres seine erste CD eingespielt.
Das Quartet BerlinTokyo wurde zu mehreren Festveranstaltungen und Festivals eingeladen.
Sogar nicht prämierte Quartette wie Alinde konnten Erfolge aufweisen, das Quartett drang bei dem internationalen Quartettwettbewerb von London im Frühjahr 2015 ins Halbfinale vor.
Das Aris Quartett ist gefragtes Ensemble bei Festivals und hat viele Konzerte. Dem niederländischen Dudok Quartet, das als viertbestes Ensemble beurteilt wurde, ist 2015 der besonders hoch dotierte Kersele-Preis zuerkannt worden, ein in den Niederlanden renommierter Kammermusikpreis.

Impressionen vom Wettbewerb im November 2014

 


2016

Das Aris Quartett, das sich 2014 keinen Preis erspielen konnte, gewann diesmal laut einstimmigem Beschluss der Jury den ersten Preis. Es überzeugte vollauf sowohl im Spiel als auch im anschliessenden Interview.

Wenige Wochen später nahm das Aris Quartett in Berlin den hoch dotierten Kammermusikpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung entgegen, den diese aller zwei Jahre an ein Streich-quartett aus den deutschsprachigen Ländern (Deutschland, Schweiz, Österreich) vergibt. Auch hier wurde so die erstaunliche künstlerische Entwicklung des Ensembles honoriert.

Das junge ebenfalls in Frankfurt ansässige Eliot Quartett erhielt den 2. Preis, womit vor allem die Leistung gewürdigt wurde, in nur einem Jahr des Zusammenspiels ein bereits anerkennenswertes Niveau errreicht zu haben.

Für die Vergabe des 3. Preises gab es keine Einstimmigkeit, weshalb dieser Preis zwischen dem spanischen Quartet Gerhard und dem von seiner Herkunft her osteuropäischen Furiant Quartett geteilt wurde, eine Lösung, die alle Betroffenen zufriedenstellte.

Der Förderpreis für die Teilnahme an dem Meisterkurs in Weikersheim wurde dem jungen französischen Quartuor Tchalik zugesprochen.

Das italienische Quartetto Indaco hatte diesen Preis bereits bei anderer Gelegenheit erhalten, aber noch nicht eingelöst.

Impressionen vom Wettbewerb im Oktober 2016


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